|
|
|
 |
 |
 |
 |
AUF DEN SPUREN DER WEISHEIT |
 |
|
|
Auf den Spuren der Weisheit
Universität Duisburg-Essen, Institut für Evangelische Theologie Schüssler-Fiorenza, Elisabeth: Auf den Spuren der Weisheit - Weisheitstheologisches Urgestein. http://www.uni-essen.de/Ev-Theologie/courses/course-stuff/lit-schuessler91.htm Frühjüdische Weisheitstheologie (Textauszug) Die göttliche Weisheit hat ihre Wohnung im Himmel. Sie ist Abglanz Gottes (Weish 7, 25-26), Schöpfungsmittlerin (Weish 8, 5-6) und Throngenossin Gottes (Weish 9,3). Sie herrscht über Könige, sie vermag alles, wirkt alles, erneuert alles, und durchwaltet das All (Weish 7, 23.27; 8,1.5). »Obwohl sie nur eine ist, vermag sie alles, und obgleich sie in sich selbst bleibt, erneuert sie doch das All« (Weish 7, 27). Sie ist »verständig, heilig, einzig in ihrer Art« (Weish 7,22). Sie ist eine »menschenliebende Geistin« (Weish 1,6), die Anteil am Throne Gottes hat (Weish 9,10). Sie ist die Eingeweihte in Gottes Wissen, Mitarbeiterin an Gottes Werk, Abglanz des göttlichen Lichts und Abbild von Gottes Güte, kurz: sie lebt symbiotisch mit Gott zusammen (Weish 8,3f; 7,26). Zitatende.
Das Buch der Weisheit (apogryph) entstand um 50 vor Chr. im ägyptischen Alexandrien, hier im Zentrum hellenistischer Wissenschaft wird die Sophia (Weisheit) mit dem Geist Gottes und auch mit dem schöpferischen Wort Gottes, seinem Logos, gleichgesetzt. Die Kirchenväter übernahmen die Kriterien der Philosophen indem sie die Personalität der Sophia, mit dem Logos identifizierten.
Die Weisheit als Mitschöpferin und Thronbeisitzerin 9,9 Und bei dir ist die Weisheit, die deine Werke kennt und die dabei war, als du die Welt schufst. 9,10 Schick sie (die Weisheit) herab von deinem heiligen Himmel, und sende sie von dem Thron deiner Herrlichkeit. Weisheit 8,1 Kraftvoll erstreckt sie sich von einem Ende zum anderen und regiert das All vortrefflich. 8,3 Sie zeigt sich ihrer edlen Herkunft würdig, indem sie bei Gott lebt
Evangelium: Joh 1,3 Alle Dinge sind durch dasselbe (Weisheit) gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. 3,35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.
1. Kor 8,6 so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.
Kol. 1,15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 1,16 Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.
Hebr. 1,2 hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat.
Die präexistente Weisheit bei Gott Sirach 24,14 Vor der Welt, im Anfang bin ich Geschaffen und werde ewig bleiben.
Sprüche 8,22 Der Herr hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war.
Weisheit 9,1 Gott meiner Väter und Herr des Erbarmens, der du alle Dinge durch dein Wort geschaffen hast.
Evangelium: Joh. 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. 1,2 Dasselbe (Weisheit/Wort) war im Anfang bei Gott. 1,3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht ist, was gemacht ist.
Weisheit: 7,25 Denn sie ist ein Hauch der göttlichen Kraft und ein reiner Strahl der Herrlichkeit des Allmächtigen; darum kann nichts Unreines in sie hineinkommen. 7,26 Denn sie ist ein Abglanz des ewigen Lichts und ein fleckenloser Spiegel des göttlichen Wirkens und ein Bild seiner Güte.
Evangelium: Joh. 1,4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen 12,35 Noch eine kleine Zeit ist das Licht unter euch, wandelt, während ihr das Licht habt, damit nicht Finsternis euch ergreife.
Sprüche 8,22 Der Herr hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war.
Evangelium: Joh 3,31 Der von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen 8,23 Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 8,42 Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm; denn ich bin nicht von selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt.
Phil. 2,6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, 2,7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
Weisheit: 7,25 Denn sie (Weisheit) ist ein Hauch der göttlichen Kraft und ein reiner Strahl der Herrlichkeit des Allmächtigen. 8,3 Sie zeigt sich ihrer edlen Herkunft würdig, indem sie bei Gott lebt; und der Herr aller Dinge hat sie lieb. 8,4 Denn sie ist in Gottes Wissen eingeweiht und wählt aus, was Gott tut.
Evangelium: Joh 6,40 Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe. 1,18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, er hat ihn uns verkündigt. Leben zu haben in sich selbst.
Im Neuen Testament wird die Weisheit auf Jesus Christus bezogen. Jesus ist nicht nur weiser als Salomo und alle Weisen (Mt 12,42), er wird mit der Weisheit identifiziert (1.Kor 1,24). Paulus entfaltet diesen neuen christologisch gefaßten Weisheitsbegriff in Auseinandersetzung mit der griechischen Philosophie und der Gnosis in 1.Kor 1,19-30. [Lexikon: Taschenlexikon Religion und Theologie, S. 3911 (vgl. TRT Bd. 5,)] g
|
|